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Eine Gruppe von Studierenden der
beiden Benediktbeurer Hochschulen (PTH und KSFH) hat am
Samstag, 7. November 2009, im Rahmen der Initiative »Don
Bosco for You(th)« (www.donbosco-for-youth.de)
das salesianische Berufsbildungswerk Waldwinkel in
Aschau/Inn (www.bbw-aschau.de)
besucht. Organisiert wurde die Fahrt von Jörg Widmann
SDB; als Begleiter war Pater Norbert Wolff SDB dabei.
In
Waldwinkel empfing Direktor Pater Bernhard Stiegler SDB
– ein ehemaliger Benediktbeurer Student – die Gruppe.
Zunächst bot er eine allgemeine Einführung in die
Geschichte und Struktur des Hauses (oder zutreffender
gesagt: des Dorfes) Waldwinkel. Ursprünglich befand sich
hier eine Munitionsfabrik, nach dem Zweiten Weltkrieg
dann ein Lager für »Displaced Persons«. Im Jahre 1950
kamen die Salesianer Don Boscos hierher, um
benachteiligten jungen Menschen eine qualifizierte
Berufsausbildung zu ermöglichen. Seit einigen Jahren
werden hier junge Menschen mit körperlicher oder
psychischer Behinderung betreut und ausgebildet. Zu den
Abteilungen der Einrichtung gehören die
Berufsvorbereitung und -ausbildung, die Berufsschule,
das Internat, die Fachdienste und sogar ein Hotel. Der
Gesamtleiter ist inzwischen ein Laie; Pater Stiegler ist
als Direktor der Mitbrüdergemeinschaft der Salesianer
Don Boscos in die Leitung miteinbezogen.
Nach
dem Mittagessen in der Kantine des Berufsbildungswerks
führte Pater Stiegler die Benediktbeurer Gruppe durch
die einzelnen Abteilungen. Zunächst waren einige
Freizeiteinrichtungen zu sehen (das Hallenbad ist
derzeit aus Kostengründen leider außer Betrieb). Dann
durften natürlich die Ausbildungswerkstätten nicht
fehlen. In Waldwinkel kann man verschiedene Berufe in
den Bereichen Wirtschaft/Verwaltung, Metalltechnik,
Elektrotechnik, Holztechnik, Drucktechnik,
Agrarwirtschaft und Ernährung/Hauswirtschaft lernen.
Neben der Ausbildung in der dreijährigen Vollform gibt
es auch die »abgespeckte Version« in zwei Jahren.
Außerdem führte Pater Stiegler durch die Räumlichkeiten
der Fachdienste. Da in Waldwinkel behinderte Menschen
leben, werden u. a. medizinische, psychologische sowie
sport- und physiotherapeutische Hilfen benötigt.
Am Ende der Führung stand ein Besuch
in der Waldwinkler Kirche. Beim anschließenden
Kaffeetrinken bedankte sich Pater Wolff mit einem
geistigen Geschenk (»Benediktbeurer Klostergold«) im
Namen der Gruppe bei Pater Stiegler für die
gastfreundliche Aufnahme. Bevor man die Heimreise mit
dem Kleinbus nach Benediktbeuern antrat, wurde bei der
Pfarrkirche von Aschau/Inn noch ein kurzer Zwischenstopp
eingelegt. Hier hatte seinerzeit der junge Josef
Ratzinger die erste heilige Kommunion empfangen.
Beeindruckt kehrten die Teilnehmer nach Benediktbeuern
zurück. Waldwinkel ist mit seiner Ausrichtung auf
behindert junge Menschen vielleicht kein ganz typisch
salesianisches Arbeitsfeld, aber der Geist Don Boscos
ist hier deutlich spürbar.
P.
Norbert Wolff SDB
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