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Zu den Stammtischen [1 - 10] [11 - 20]
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45. Stammtisch
/ 15. Juni 2011
Am 15.06.2011 fand bei ausgesprochen schönem Wetter der 45. Don Bosco Stammtisch statt. P. Claudius konnte dazu 21 Teilnehmer begrüßen. Die kulinarische Verantwortung lag in den bewährten Händen von Johannes M., der uns im Klostergarten mit Nürnberger Rostbratwürsten, diversen Salaten und vegetarischen Köstlichkeiten versorgte. Als Besonderheit offerierten einige Teilnehmer der kürzlich vergangenen Turinfahrt Wein aus Mornese, der von der Familie Mazzarello gekeltert und vertrieben wird. Aus dieser Familie stammt die Gründerin der Don Bosco Schwestern, Maria Mazzarello.
Als Gast konnte P. Claudius diesmal Josef Schwaller SDB - den "Schwaller Sepp", wie er gerne genannt wird - aus dem Salesianum in München begrüßen.
Am Beginn seines Berichtes resümierte Schwaller einige wichtige Stationen seines Lebens und seines Weges zu den Salesianern Don Boscos. Geboren wurde er in einem kleinen Dorf in der Nähe von Murnau. In seiner Heimatpfarrei lernte er in seinem damaligen Seelsorger, ein Salesianerpriester, einen engagierten, gütevollen, offenherzigen und daher sehr beliebten Pfarrer kennen, der ihm zum ersten Mal "etwas über Johannes Bosco erzählte". Eine dreijährige Schreinerlehre führte den jungen Schwaller schließlich ins Kloster Benediktbeuern. Mit 17 Jahren bereits legte er die Gesellenprüfung ab und trat bald darauf ins Noviziat ein, "ohne die Eltern vorher um Erlaubnis zu fragen". Ein Jahr später legte er in Ensdorf die 1. Profess ab und blieb dort mehrere Jahre. Hier lernte er früh den Umgang mit Jugendlichen. 1965 wurde er als Nachfolger des verstorbenen Schusters nach München versetzt. Schon bald nach der erfolgreich abgelegten Meisterprüfung bekam er eine Gruppe von 30 Jugendlichen zur ständigen Betreuung. Sein Engagement in der Freizeitgestaltung (Ausflüge, Wanderungen und Klettertouren - v. a. auf die Benewand) fand schnell viel Lob und Anerkennung. Sein liebe- und achtvoller Umgang brachte ihm rasch eine "väterliche Autorität" - ganz nach dem Beispiel Don Boscos - unter den Jugendlichen ein. Und mehr und mehr auch die so genannten Problemfälle. Nach über 14 Jahren übergab er die Gruppenleitung in jüngere Hände und wechselte zurück in den Schusterberuf. Dieser hielt ihn aber nur knapp 9 Jahre und er wechselte in den Freizeitbereich, in dem er immer noch tätig ist. Heute ist Sepp Schwaller vor allem am Basketballplatz präsent. In ungezwungener Runde kommt er dabei mit den Jugendlichen, meist Bewohner des Don Bosco Wohnheimes, ins Gespräch. "Über Sorgen, über Nöte, über Don Bosco speziell und über Gott und die Welt allgemein", so Schwaller. Leider bleiben Reibereien und Konflikte nicht aus. Auch wenn es selten vorkommt, manchmal muss Sepp ein Machtwort sprechen, mitunter sogar einen zeitlich begrenzten Platzverweis erteilen. Darauf folgen meist emotional-verbale Attacken gegen Schwaller. Doch Sepp bekommt sofort Rückhalt von seinen Jugendlichen - ein Zeichen ihrer Wertschätzung!
Neben dem Basketball hat Sepp Schwaller noch andere Ideen, die Jugendlichen anzusprechen. Mit der 1. bis zur 9. Klasse macht er Krafttraining - altersgerecht aufgebaut. Daneben bietet er ein Klettertraining an der Kletterwand, Einradkurse uvm. an. Dabei lernen die Kinder bzw. Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen, indem sie beispielsweise andere an der Kletterwand sichern und so Unfälle und Verletzungen verhindern. "Das Durchhaltevermögen", so Sepp, "ist bei vielen leider nicht sehr ausgeprägt, so dass ich mir ständig etwas Neues einfallen lassen muss."
Sein Büro hat Schwaller in eine Werkstatt umfunktioniert. Momentan repariert er mit den größeren Jugendlichen Fahrräder. 20 Stück hat er von der Stadt München geschenkt bekommen. Allesamt Fundstücke und in schlechtem Zustand. Kein Problem für Sepp und sein Team - aus drei kaputten bauen sie ein fahr- und verkehrstüchtiges neues. "Mit dieser Aktion versuche ich, ein WIR-Gefühl unter den Jugendlichen zu schaffen" erklärt er uns Zuhörern den Sinn dieser arbeitsintensiven Beschäftigung. Ebenfalls WIR-Gefühl fördernd ist Schwallers Sammelleidenschaft. In seinem Büro bzw. seiner Werkstatt stehen viele große Kisten. Darin sammelt er allerlei Rohstoffe wie Kupferkabel, Aluminium oder alten Stahl. Die Jugendlichen bringen ihm gelegentlich ihre zu Hause bzw. auf den Zimmern gesammelten Altmetalle (meist Joghurtdeckel). Denn sie wissen: "Altmetall bringt dem Sepp Geld". Und damit kauft Sepp wieder viele schöne Sachen - für sie! Über 50 Einräder hat Schwaller nur mit Flaschenpfand und Altmetall finanziert.
Nach etwas über einer Stunde beendete Sepp Schwaller seine Erzählung. P. Claudius bedankte sich bei ihm mit einer Flasche Klosterschnaps und einer Spende für sein neuestes (Sammel-) Projekt: Eine neue Kletterwand - für die Jugendlichen!
Matthias Heiß
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43. Stammtisch
/ 13. April 2011
"Franz von Sales - Eine faszinierende Spiritualität des Alltags", so lautete das Thema des 43. Don-Bosco-Stammtisches, der am Mittwoch, den 13. April 2011 statt fand. Referent war P. Norbert Wolff, dessen Vortrag 17 Don-Bosco-begeisterte Besucher gespannt lauschten.
Zu Beginn erfuhr man einiges über das Leben des Heiligen Franz von Sales, im weiteren Verlauf kam Pater Wolff bald auf die "Philothea", eines der bedeutendsten Werke des Franz von Sales, zu sprechen. Die "Philothea" zeigt hilfreiche und sinnvolle Grundlagen christlichen Lebens auf und soll ein Ratgeber sein, wenn es darum geht, wie man Religiosität und Alltag am besten verbindet. Wichtig ist vor allem die Liebe Gottes zu den Menschen. Diese ist bei Franz von Sales ein Wesenszug Gottes gegenüber jedem einzelnen Menschen. Ausgehend von dieser Liebe soll der Mensch sich in den kleinen, den normalen und den alltäglichen Dingen Mühe geben und Treue zeigen. Er soll seine Arbeiten verrichten und seinen Alltag bewusst gestalten, immer im Gedanken an Gott, denn "große Gelegenheiten, Gott zu dienen, gibt es selten, kleine gibt es immer".
Lucia Schmid
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42. Stammtisch
/ 16. März 2011
Am 16. März 2011 fand nach der Pause in den Semesterferien, wieder der Don Bosco Stammtisch statt. Als Referent war diesmal P. Johannes Kaufmann SDB eingeladen, der zum Thema "Salesianische Arbeit in einem atheistischen Umfeld" am Beispiel offener Kinder- und Jugendarbeit in Chemnitz referierte. Ca. 25 Teilnehmer waren zum Stammtisch gekommen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Benedikt Lochmaier und Johannes Müller für das leckere Essen. Nachdem sich P. Johannes vorgestellt hatte zeigte er uns einen Kurzfilm über das Don-Bosco-Haus in Chemnitz.
Er hatte auch eine Powerpoint Präsentation vorbereitet, mit der er uns die Arbeit seines Teams in einem sozialen Brennpunkt in Chemnitz vorstellte.
Seit 1991 betreiben die Salesianer-Don-Boscos in Chemnitz offene Kinder- und Jugendarbeit. Das Don-Bosco-Haus hat von 13:30 bis 21:00 Uhr geöffnet und es kommen ca. 80 Kinder pro Tag, manchmal 100. Neben der offenen Kinder- und Jugendarbeit hat das Don-Bosco-Haus ein weiteres breit gefächertes Angebot:
- Engagement in der Schulsozialarbeit an einer Lernförderschule und einer Mittelschule
- Hilfen zur Erziehung (ein niederschwelliges Angebot, da sich wenige sozial schwache Familien direkt beim Jugendamt outen wollen)
- Familienbildung für junge Familien (häufig sehr junge allein erziehende Mütter)
- Kinder- und Jugendzirkus
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41. Stammtisch
/ 12. Januar 2011
Schon zur Tradition geworden ist der Januar-Termin des Don-Bosco-Stammtisches mit P. Josef Weber. Dieses Mal sprach er über Don Giuseppe Cafasso, den geistlichen Begleiter Don Boscos, dessen Geburtstag sich zum 200. Mal jährt. Ca. 25 Studierende lauschten seinen spannenden Ausführungen über das Leben dieses heiligen Priesters. Beide stammten aus dem gleichen Dorf im Umland von Turin und beide besuchten das Priesterseminar in Chieri. Don Cafasso, der einige Jahre älter war, ging dann nach Turin und begleitete im Priesterkonvikt unzählige Priester im Studium und in ihrer pastoralen Arbeit. Er war es, der Don Bosco dann nach Turin holte, ihm die große Jugendnot auf den Straßen der explodierenden Stadt zeigte und ihn sogar mit ins Gefängnis nahm. Fast 20 Jahre war er der Beichtvater von Don Bosco und ein wichtiger Ratgeber.
Peter Rinderer
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40. Stammtisch
/ 15. Dezember 2010
Der 40. Don Bosco Stammtisch fand zum Thema: „Jugendlichen eine Chance geben - Kreativ wirken wie Don Bosco“ statt. Von diesem Thema ließen sich rund 30 Studenten in den Mitbrüderkeller locken. Bevor es jedoch inhaltlich begann, sorgte für das leibliche Wohl und einen guten Beginn wieder ein hervorragendes Küchenteam, es gab leckeres Cous-Cous mit Quark und zum Nachtisch Bratäpfel.
P. Claudius stellte uns anschließend Frau Petra Endres, die Referentin zum Thema, vor und lud die Studenten ein, „etwas mitzunehmen von der Begeisterung mit jungen Menschen zu arbeiten“. Frau Endres ist Diplompädagogin und Mediatorin. Sie arbeitet in Penzberg im Familienzentrum „Arche Noah“ vorwiegend an 2 Projekten:
„Pack´s an“ / „Spring auf“: Ein Projekt bei dem größere Schüler, Jüngere in einem „tutorenähnlichen“ System unterstützen. Besonders an diesem Projekt aufgefallen ist, dass weniger Wissen zu den Fächern – mehr Kompetenzen bei einfachen Dingen gefragt ist; Schüler anderen Schülern umgänglich freundschaftlicher, bzw. auf einer sehr persönlichen Ebene helfen – und dies auch den Betroffenen „Spaß macht“ und dass alle Schularten einbezogen werden!
„Fit für den Beruf“:
Das zweite Projekt bei dem besonders durch ein „Berufsorientierungscafé“ einmal die Woche junge Erwachsene Schülern erzählen, wie sie in den Beruf gefunden haben. Dieses Projekt entstand neben dem Interesse der Schule und der Arbeitsagentur, auch durch das Interesse der Wirtschaftsförderung in Penzberg.
Motivation für das zum großen Teil auch ehrenamtliche Engagement von Frau Endres sind für sie, das „schwere Zusehen“, wie Jugendliche wegen der Konstruktion von manchen Institutionen leiden, die eigene Vorgeschichte und Vorbildung und das Erfolgserlebnis, dass Sie durch diese Arbeit gewinnt.
Besonders das Geheimnis das „Jugendliche mit Jugendlichen arbeiten“, aber auch dass man bei der Arbeit mit Jugendlichen immer „dran bleiben“ muss und das unsere Gesellschaft vom ehrenamtlichen Engagement lebt, konnten wir an diesem Abend mitnehmen.
Georg Leitenberger
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39. Stammtisch
/ 10. November 2010
Am 10. November fand der 2. Don-Bosco-Stammtisch im Wintersemester 2010/11
statt. Schon am Nachmittag hat Br. Ignatius Gari SDB aus Assam/Indien ein
hervorragendes indisches Reisgericht mit Hühnchencurry und ein
vegetarisches Nudelgericht für die gut 60 anwesenden Studenten im
Mitbrüderkeller vorbereitet. Nach der sinnlichen Einstimmung hielt Br.
Sarath Parri SDB einen anschaulichen und sehr unterhaltsamen Vortrag über
Land & Leute aus der Provinz Andhra Pradesh und ganz Indien.
Besonders die Entdeckung Indiens durch die Salesianer Don Boscos 1905 und
die Tätigkeit als Salesianer in Hyderabad stießen auf breite Bewunderung.
Anschließend berichtete Br. Trudon Tshibangu Kabamba SDB aus der Demokratischen Republik Kongo. Er ging dabei besonders auf die Entwicklung seit 2007 ein, erzählte von den Schulen in Kinshasa, den Bodenschätzen im Land und natürlich auch von den Jugendprojekten der Salesianer.
Zusammenfassend, so würde ich sagen, war es ein weiteres kulturelles "Highlight" der Don-Bosco-Stammtisch-Reihe 2010.
Lukas Alge
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38. Stammtisch
/ 13. Oktober 2010
Ca. 50 Studieren folgten der Einladung zum ersten Don-Bosco-Stammtisch im neuen Studienjahr. P. Claudius freute sich sehr, dass er besonders viele Erstsemester begrüßen durfte. Nach dem gemeinsamen Abendessen stellte das Team von "Don Bosco for you(th)" den Zuhörern das Leben Don Boscos mit Bildern und Erzählungen vor. Abgeschlossen wurde der thematische Teil mit dem Spiel "Tabu", einer Spezialversion zu Benediktbeuern und Don Bosco. Danach verweilten noch viele Studenten im Salettl, um sich näher kennenzulernen und sich über das Gehörte auszutauschen. Ein Dank gilt dem Küchenteam und allen die diesen Abend inhaltlich vorbereitet haben!
Peter Rinderer
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37. Stammtisch
/ 14. Juni 2010
Zum letzten Don-Bosco-Stammtisch in diesem Semester durften wir P. Rudolf Osanger SDB begrüßen, der Provinzial der österreichischen Salesianerprovinz ist. Der Abend stand unter dem Thema "Zwischen Musik und Verantwortung", denn die Musik begleitete ihn in allen Etappen seines Lebens. Ca. 30 Studenten lauschten seinen Erzählungen, die immer wieder unterbrochen wurden durch eigene Liedstücke. Er hat es geschafft, darin Botschaften zu vermitteln, die unter die Haut gehen. Das Lied "Der Töpfer" entstand bei einem Aufenthalt in Taize, "Kinder des Staubes" bei einem Einsatz mit einer Jugendgruppe in den Slums von Mexiko-City und in seinem letzten Lied "Das Gebet Don Boscos" thematisiert er die Liebe Don Boscos zur Jugend. Wir danken ihm ganz herzlich, dass er sich trotz seiner vielen Aufgaben Zeit für uns genommen hat. Ein Student meinte danach: "Die Botschaft seiner Lieder und seine Authentizität haben mich sehr beeindruckt!"
Peter Rinderer
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36. Stammtisch
/ 19. Mai 2010
Zu Gast war diesmal die Provinzoberin der deutschen Don Bosco Schwestern, Sr. Petra Egeling FMA. Nach einem leckeren Essen von gekochten Kartoffeln und unterschiedlichen Dips stellte Sr. Petra uns zunächst anhand einer “visuellen Bodenpräsentation” die verschiedenen Einrichtungen und Aufgabenfelder der Don Bosco Schwestern vor. Es leben insgesamt 87 Schwestern in 12 Einrichtungen (7 in Bayern, 3 im Ruhrgebiet und 2 in Magdeburg). Zu Aufgabenbereichen zählen u.a. die Arbeit in Kindergärten, offene Jugendarbeit, geistliche Präsenz in der Gemeinde, Frauenpastoral, aber auch Lehre wie z.B in Rottenbuch (Fachakademie für Sozialpädagogik, Berufsfachschule für Kinderpflege, Förderschule zur individuellen Lernförderung für körperlich und geistig Behinderte und heilpädagogische Tagesstätte). Durch die abnehmende Schwesternanzahl und den hohen Alterdurchschnitt von 69 Jahren müssen sich die Schwestern immer neuen Herausforderungen stellen. Es geht dabei oft um die Frage, wie man vor allem in kleinen Gemeinschaften die Spiritualität leben kann. Andererseits muss eine Antwort in Bezug auf den Fokus der Aufgabenfelder gelegt werden und wie man das 3. und oft sogar auch das 4. Lebensalter gut gestaltet und als Berufung erfahrbar erlebt werden kann. Ein anderer Punkt ist die (Er-)Haltung von bestehenden Einrichtungen. Wir danken Sr. Petra, dass sie uns durch ihre interessierte und fröhliche Art das Bild der Don Bosco Schwestern näher gebracht hat und uns eingeladen hat, das Provinzialat in München zubesuchen.
Christopher Strugholz
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35. Stammtisch
/ 21. April 2010
Ausgangspunkt des Vortrags unseres Professors für Pastoraltheologie, P. Karl Bopp SDB, war die Frage, ob Don Bosco ein zeitloser Heiliger war. Kann man sein pastorales Anliegen als gültig auch für unsere Zeit sehen? Um die Tradition Don Boscos auch für die heutige Zeit fruchtbar zu machen, stellt sich den pädagogisch Tätigen auch 100 Jahre nach seinem Tod die Herausforderung der Treue, einer zeitgemäßen Tradition und einer kreativen Weiterentwicklung der Ideen des Turiner Jugendapostels.
Ausgehend von einer historischen Rückschau und Einordnung Don Boscos sowie seiner damaligen pastoralen Optionen unter sich verändernden kirchenpolitischen Bedingungen, formulierte P. Bopp vier maßgebliche Handlungskriterien Don Boscos, die auch heute noch in der Arbeit mit jungen Menschen relevant sind. Neben dem Kriterium der empathischen Wahrnehmung der menschlichen Not steht das Kriterium der erfahrenen Liebe (in Ergänzung zu behaupteter Liebe). Desweiteren nannte P. Bopp das Kriterium der Freiheit und Würde der Betroffenen und auch das Kriterium des Gehorsams gegen Gott und dem eigenen Gewissen. Diesen Kriterien folgend kann es gelingen, Don Bosco nicht nur als einen zeit-losen Heiligen zu betrachten, sondern seine pastoralen Ideen und somit auch ihn selbst immer wieder in eine zeit-gemäße Pädagogik umzusetzen.
Jörg Widmann
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34. Stammtisch
/ 17. M�rz 2010
Kardinal
Trochta � ein M�rtyrer des 20. Jahrhunderts
Im 20. Jahrhundert hat keine Religion so
viele M�rtyrer wie das Christentum � ihr Leben
sollte in Erinnerung behalten werden. Anhand der
Ausstellung im Kreuzgang gab P. Reinhard Gesing
den �ber 20 Interessierten nach einem leckeren
Abendessen Einblick in das beeindruckende Leben
eines solchen, relativ unbekannten M�rtyrers.
Der salesianische Kardinal �těp�n Trochta
(1905-1974), der als junger Priester das
salesianische Werk in Tschechien aufbaute,
erlebte zwei Phasen des Kirchenkampfes in seinem
Heimatland - zun�chst unter dem
�Reichsprotektorat� durch das NS-Deutschland und
anschlie�end unter dem Kommunismus. Insgesamt
verbrachte er 13 Jahre seines Lebens in
Konzentrationslagern und kommunistischen
Gef�ngnissen. Als Bischof von Leitmeritz und
sp�terer, zun�chst heimlich ernannter Kardinal
war er Hauptverhandlungspartner f�r die
Katholiken gegen�ber dem kommunistischen Regime
und stand bis zu seinem Tod unter extremen
psychischen Druck und staatlicher Kontrolle.
Kardinal Karol Wojtyla, der sp�tere Papst
Johannes Paul II, nannte ihn bereits bei seiner
Beerdigung einen M�rtyrer.
Angesichts seines leidvollen Lebens ist seine
Einstellung zur Vergangenheit bewundernswert: �Trotz
allem, was passiert ist, hege ich im Herzen
niemandem gegen�ber Bitterkeit.�
Anna-Katharina Merk
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33. Stammtisch
/ 20. Januar 2010
Don
Rua � �Der mit Don Bosco halbe-halbe machte�
Erstaunlich viele Studenten waren trotz
anstehender Pr�fungen in den Mitbr�derkeller
gekommen um in Gemeinschaft ein leckeres
Abendessen zu genie�en und dem Vortrag von P.
Josef Weber �ber �Don Rua� zu lauschen; eine
gro�e und interessante Pers�nlichkeit in der
salesianischen Geschichte. Er wurde 1837 in
einer Waffenfabrik geboren, sp�ter von Don Bosco
auf der Stra�e gefragt, ob er Priester werden
wolle und schlie�lich wurde er Don Boscos
bester Freund und dessen rechte Hand.
Schon von dem jugendlichen Michael Rua hie� es,
er sei mit 16 Jahren schon so heilig wie Don
Bosco selbst. Dadurch, dass er mit immer mehr
Leitungsaufgaben betraut wurde und als
Wirtschaftsleiter und Generalpr�fekt f�r
Disziplin sorgen musste, galt er als der Strenge
neben Don Bosco dem G�tigen. Diesem Ruf
entsprach er jedoch keinesfalls. Er versuchte
Don Bosco nachzuahmen in seiner Herzlichkeit und
lebte stets in Demut und Bescheidenheit. Nach
dem Tod des Ordensgr�nders f�hrte Don Rua die
salesianische Kongregation ins 20. Jahrhundert
und festigte Don Boscos Werk nach Innen und
Au�en. Es gab schwere Krisen zu durchstehen,
doch Michael Rua blickte stets mit einem guten Gottvertrauen nach vorne. Ihm zu Ehren
wird dieses Jahr das Don-Rua-Jahr begangen. Die
salesianische Gemeinschaft hatte sich bis zu
seinem Tod vervierfacht. P. Weber konnte mit seinem lebendigen Vortrag,
seiner humorvollen Art und seinem gro�en
Wissensschatz die Begeisterung der Zuh�rer f�r
Don Rua wecken. Der Abend endete mit offenem
Ende in einer gem�tlichen Runde.
Josua Schwab
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32. Stammtisch
/ 9. Dezember 2009
Der
"Rombrief" von 1884 wurde uns an diesem
Abend von P. Reinhard Gesing vorgestellt.
Der Brief, den Don Bosco als Inspirator zusammen
mit seinem Sekret�r als Redaktor verfasst hatte,
wird auch als "Magna Charta" Don Boscos
bezeichnet. Don Bosco schrieb den Brief an seine
Jugendlichen und seine Erzieher, um sie
einerseits zu ermahnen, wieder liebevoller und
famili�rer miteinander umzugehen und
andererseits als Wunsch, er wolle sie "zeitlich
und ewig gl�cklich sehen."
Ca. 30 Zuh�rerinnen und Zuh�rer
waren gekommen. Sie konnten einmal aufs Neue
erfahren, dass Don Bosco ein wirklicher Vater
war, seine Jugendlichen �ber alles liebte und am
liebsten immer bei ihnen und mit ihnen gewesen
w�re.
Sabine R�diger
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31. Stammtisch
/ 18. November 2009
�Je
mehr mittragen, desto weiter k�nnen wir die Idee
Don Boscos tragen!�
-Provinzial P. Josef Gr�nner
besucht 31. Don-Bosco-Stammtisch-
Indien ist bekannt f�r scharfe
Gew�rze und gutes Essen. Nach einer
reichhaltigen Kostprobe von beidem begr��ten
�ber 45 am Leben Don Boscos Interessierte den
Provinzial der deutschen salesianischen Provinz
P. Josef Gr�nner zum 31. Don-Bosco-Stammtisch.
Einer Einf�hrung zu den Themen Provinzialat,
Visitation und Aufgaben des Provinzials folgte
eine kurze Darstellung von wichtigen Themen der
deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos. So
berichtete der Provinzial �ber die Arbeit der
330 Salesianer und 1600 Mitarbeiter aus seiner
zentralen Sichtweise als �Gesch�ftsf�hrer von
Don Bosco Deutschland�. Besonders auf die
Situation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
in �stlichen Bundesl�ndern Deutschlands machte
er aufmerksam. Auch wenn dort nicht viele
Angestellte in einem christlichen Hintergrund
aufgewachsen sind, so zeigen sie doch gro�es
Interesse an der Idee Don Boscos: sie tragen den
Geist der Salesianer mit und machen so ihre
Arbeit zu einer sinnvollen Aufgabe f�r die
Jugend. Sie werden Zeugen ihrer eigenen
Glaubw�rdigkeit und setzten Zeichen f�r ein
gelingendes Leben. Ob mit minderj�hrigen
Fl�chtlingen, minderj�hrigen Sexualstraft�tern,
Jugendlichen auf der Sinnsuche in
Berlin-Mahrzahn oder Sch�lern der
Berufsbildungswerke und Schulen, f�r P. Gr�nner
hei�t salesianische Arbeit im Geist Don Boscos:
das Evangelium nicht zu verstecken. Er rief die
Stammtischbesucher auf, sich f�r die
salesianische Idee zu engagieren, denn �je mehr
mittragen, desto weiter k�nnen wir die Idee Don
Boscos tragen!�
Simon H�rting
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